Eine Arzttasche…

…der anderen Art gibt es heute bei mir zu sehen.

Genau genommen sind es sogar zwei. Ich habe von einer Ärztin den Auftrag bekommen, ihr eine Tasche für den Klinikalltag zu nähen. Sie sollte klein und flach sein, Platz bieten für Handy, Brille, Geld, Schlüssel, Stifte und – ganz wichtig! – ihren Funker.

Ein paar Gespräche , Mails und Tüfteleien später standen Stoffe, Form und Aufbau fest. Als Grundlage diente das Taschen-Freebook von nEmadA, stark verkleinert und auch stark verändert. Eigentlich habe ich nur die Grundform übernommen, der Rest ist Eigenbau. Auf der Vorderseite hat die Tasche eine flache, offene Außentasche. Darunter habe ich mit zwei senkrechten Nähten ein schmales Gurtband auf den Taschenkörper genäht. Hier kann der Funker, der einen Gürtelclip hat, festgemacht werden. Wenn es piepst, kann man schön von oben draufschauen, wer einen da anpiepst.

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Die Rückseite der Tasche hat ein Reißverschlussfach über die gesamte Breite bekommen, im Innenraum befindet sich auch noch ein kleines RV-Fach, darunter ein Schlüsselband (zum An- und Abknöpfen). Auf der anderen Seite der Innentasche sind die Fächer für Brille, Handy und Stifte. Verschlossen wird das Ganze einfach mit einem Magnetknopf.

Und damit die Ärztin es nicht ganz so leicht hat😉, habe ich zwei Taschen zur Auswahl genäht. Ich habe dabei die gewählten Stoffe unterschiedlich in Szene gesetzt. Einmal eher schlicht, aber mit lebhaften Taschenträgern einmal eher bunt, dafür mit dunkelblauem Gurtband. Da die Gurtbänder mit Karabinern befestigt sind, hätte sie sie auch tauschen können. Die Wahl fiel auf die kleinere Tasche (außen bunt, blaue Träger). Die andere Tasche erkläre ich hiermit zu „Freiwild“. Abzugeben in gute Hände.

Aber vorher drehen die beiden noch eine Runde beim Creadienstag, bei HoT und bei TT-Taschen und Täschchen.

Und ich mummle mich jetzt mit einer Tasse Tee aufs Sofa, lasse den Regen und den Frühherbst draußen (und mir die Laune nicht verderben) und drehe auch eine Runde (siehe oben).

Bis bald!

Nach dem Regen…

…kommt bekanntlich noch mehr Regen Sonnenschein! Endlich. Wurde ja auch Zeit. Wenigstens für 3 Tage.

Die gestrige Abendsonne musste also herhalten, sorgte allerdings für etwas laue Bildqualität. Und begnadete Knipser sind wir hier alle nicht. Die Kamera kanns auch nicht selber, aber was solls. Ist ja kein Fotowettbewerb hier…

Genäht habe ich eine Martha mit kurzen Puffärmeln und einem abgerundeten V-Ausschnitt (ist das dann ein U?? ;-)) aus HHL’s After Rain – wie passend! -, den es vor einiger (langer) Zeit mal bei Stoff und Liebe gab.

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Das Jäckchen von gestern passt auch hier ganz gut:

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Da es heute ja noch heißer werden soll als gestern, verschwindet das Jäckchen ganz schnell wieder im Schrank und die Jeans wird auch noch durch was Luftigeres ersetzt.

Genießt den Sommer!

Grüßle, Vera

…verlinkt bei RUMS.

Gib mir ein B!

Im Juni steht der Sew-Along „12 Letters of Handmade Fashion“ im Zeichen des „B„. Nachdem ich ja beim Auftakt-W schon dabei war, musste ich die letzten Monate leider passen. Teils aus Ideenmangel, teils aus Zeitmangel. Diesen Monat passt es aber und daher präsentiere ich – nicht ganz ohne Stolz –

Mein blaues Ballonkleid:

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Genäht nach einem Schnitt von Garçonne Freiburg. Der Stoff ist ein Bio-Jersey von Lillestoff (ich glaube, der hieß „Doodle“). Bei einem Bummel durch Freiburg habe ich bei Garçonne vor der Tür dieses Kleid hängen sehen und den Schnitt kurzerhand gekauft. Ans Zuschneiden habe ich mich dann lange nicht getraut, weil ich nicht so recht wusste, ob mir das denn überhaupt stehen würde. Gefallen und Stehen gehen ja gelegentlich getrennte Wege…

Aber hier passt es, denke ich. Das blaue Kleid war sozusagen die Testversion, jetzt werden sicher noch Weitere folgen. Ich habe lediglich in die Teilungsnaht am Rückenteil einen Hutgummi eingezogen, das gleicht mein Hohlkreuz etwas aus. Der Schnitt ist nicht schwer zu nähen – aber ein Stofffresser!! Zwei Meter Oberstoff gehen da locker drauf. Innen habe ich einen Stretchtüll verarbeitet, der ist schön leicht. Das Kleid hat durch den vielen Stoff ein gutes Gewicht. Ich hänge es im Schrank auch nicht „klassisch“ über den Bügel, da ich Angst habe, dass das Oberteil sonst zu sehr ausleiert.

Gestern nachmittag beim Fototermin war es im Garten doch noch etwas frisch. Wie gut, dass ich noch einen passenden blauen „Binde-Bolero“ (Wickeljäckle „Korfu“ von der Schnittquelle) für Drüber habe😉

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Ich denke, den werde ich heute aber nicht brauchen. Heute soll es ja sogar bei uns im Schwarzen Wald recht schwül werden.

Das Ensemble wandert jetzt zu Emma, die diesen Monat die 12 Letters moderiert. Außerdem reihe ich mich heute mal wieder beim MMM ein. Und da der Kleidstoff ein Lillestoff ist, verlinke ich mich auch noch dort.

Habts fein und genießt das Sommer-Gastspiel – 3 Kugeln Eis (pro Tag und Person) sollten mindestenst drin sein!! zum Glück lesen die Kinder hier nicht mit

Viele Grüße,

Vera

MiniMiniMini

Der nächste Markt naht (mit Riesenschritten) und so stecke ich schon wieder bis zum Hals in den Vorbereitungen. Die Maschinen glühen, der Nadel- und Garnverschleiß sucht Seinesgleichen, aber so ganz nebenbei entstehen hier auch schöne Dinge…

Heute zum Beispiel eine Handvoll MiniMini-Börsen von MelFei:

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Und weil noch Dienstag ist, schicke ich sie noch hier und hier vorbei.

Auf bald,

Vera

 

…ach so: ich habe die Anleitung selbst gekauft und bekomme sonst auch weiter nichts dafür, dass ich sie hier erwähne. Also keine Werbung. Oder ist das schon Werbung??

Drehwürmer

Hui, wo ist denn die Zeit hin??

Ich muss hier dringend Staub wischen, Spinnweben entfernen und vielleicht auch wieder mal was zeigen…

Heute gibts Unique (von Farbenmix) im Doppelpack. Und eine Bilderflut.

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Die eine ist schon etwas älter, die schmückte die junge Dame letzten September bei der Einschulung. Genäht in 110/116 aus „Mohnsommer“ von Lillestoff, ohne Unterkleid.

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Die zweite Unique ist noch etwas neueren Datums, nämlich das Kommunionkleid der Großen. Aus den tollen Butterfly-Stoffen von Jolijou. Als die Stoffe letztes Jahr rauskamen, war sofort klar, dass daraus das Kommunionkleid genäht werden sollte, diesmal mit Unterkleid und in 122/128.

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Damit das Kleid aber auch zu nicht ganz sooo festlichen Anlässen getragen werden kann, habe ich das Unterkleid nicht eingenäht, sondern mit einer Menge Kam Snaps (T3, die kleinste Größe) versehen. Die sind schön flach und stören auch bei einlagig getragenem Kleid nicht.

Und sie drehen sich und drehen sich und drehen sich…

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…und haben eine Menge Spaß!🙂

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Und drehen sich zum Creadienstag, zu HoT und zur Meitlisache.

Bis (hoffentlich) bald!

Vera

 

Gotteslobhülle

Das große Kind hatte vergangene Woche Erstkommunion. Für das Geschenk von der Uroma (jaaa, gibts bei uns noch, sogar noch drei!) brauchte es noch eine passende Umhüllung.

Die Tochter darf bzw. soll das Gotteslob morgen mit in die Schule bringen und der Gedanke an ein ungeschütztes Buch (die Seiten sind ja quasi aus Seidenpapier!) in ihrem Schulranzen… ich muss nicht weiterschreiben, oder?😉

Deshalb habe ich mich heute noch geschwind hingesetzt und nach ihren Wünschen und diesem Tutorial eine passende Hülle genäht:

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Das Schiff ist ein Stempelmotiv, das hatte sie auch auf den Einladungskarten benutzt. Ich habe es auf wasserlösliche Stickfolie gezeichnet und einfach mit buntem Nähgarn nachgenäht.

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Innen hat die Hülle noch ein kleines Einsteckfach bekommen.

IMG_9104Ist noch Dienstag?

Ja!

Gut, dann schnell noch hierhin und dorthin und dann ab ins Bett!

Gute Nacht und bis bald!

Vera

 

Ein Stückchen Frühling

Heute ist ein kleines Stückchen Frühling ins Nähzimmer eingezogen. In Form einer kleinen Vijona aus Schmetterlingsstoff. Genäht in der kleinsten Größe (86/92) für das Töchterlein der Nachbarin.

So wie sie da hängt, denke ich, dass es wahrscheinlich noch ein paar Wochen mehr Frühling braucht, bis sie passt. Aber besser zu groß als zu klein…

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Ich hoffe, sie gefällt der jungen Dame (und der Mutter natürlich auch). Bevor das Pullikleidchen morgen das Haus verlassen wird, schicke ich es noch zum Creadienstag, zu HoT und auch erstmals zur Meitlisache.

Bis zum nächsten Mal,

Vera