Die Qual der Wahl

Heute bin ich vor allem im Geiste kreativ. Mehr geht noch nicht. Die letzten beiden Wochen waren extrem anstrengend. Am vergangenen Wochenende war bei uns Kunsthandwerkermarkt, ich war dabei 🙂 und dementsprechend vorher mit Arbeit eingedeckt. Der Markt war aber schön, das Wetter hat gehalten, die Stimmung war gut und die Muko-Spendenkasse wurde auch wieder ein gutes Stück gefüllt (was mich immer wieder besonders freut).

Aber ich schweife ab. Denn eigentlich geht es heute um Kopfkino. Julia von Funkelfaden hat zu einem Sew-Along aufgerufen, an dem ich mich gerne beteiligen möchte. Für heute steht die Materialauswahl auf meinem Programm und ich bin auf die Suche gegangen. Genäht wird ein Sommerkleid aus Webware. Ich hatte sofort diesen Stoff im Kopf:

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Nachdem ich ihn gefunden hatte, habe ich leider feststellen müssen, dass ich nur einen Meter davon gekauft hatte und nicht zwei. Hmpf.

Bei diesem hier (das ist der Kombi-Stoff zu dem oben) ging es mir genau so:

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Die beiden Stoffe kann ich allerdings noch nachkaufen, so dass ich sie doch nehmen könnte. Aber: 1. wollte ich den Sew-Along eigentlich nutzen, Stoffberge zu reduzieren und 2. bin ich mir nicht sicher, ob das Ganze wenn es fertig ist, nicht zu sehr nach Kittelschürze aussieht?? Vor allem der obere?

Weiterhin habe ich noch den hier gefunden, der hat zwar 1,50m Länge, aber nur 1,10m Breite. Nochmal hmpf.

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Weitere Kandidaten wären die Vögel bzw. Punkte auf hellgrau. Die Stoffe gefallen mir zwar total gut, ich weiß allerdings nicht, ob sie mir auch stehen würden:

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Gar nicht so einfach, das Ganze. Was meint ihr so?

Liebe Grüße, Vera

…und weil auch Stoffauswahl in meinen Augen eine kreative Tätigkeit ist, schicke ich meine Überlegungen zum Creadienstag. Liebe Anke, ich hoffe, das ist in Ordnung – wenn nicht, lösch mich einfach wieder 🙂

Sommerlich…

…war mir heute zu Mute. Jawoll, sogar bei uns kann es warm sein 😉

(Es gibt hier so einen Spruch, der besagt, dass man erkennt, dass es Sommer geworden ist, wenn die Leute den Wintermantel offen tragen – hmpf…)

Und wenn es dann schon mal mehr als 20°C hat, kann man den Wintermantel durchaus auch in den Schrank hängen und sich ein wenig sommerlich rausputzen. Zwar noch mit Leggins drunter und Jäckchen drüber, aber immerhin!!

Kirschkleid

Das Kleid ist eine Lupita in der Basisversion. Wo ich den tollen Kirschjersey herhabe, weiß ich leider nicht mehr, der lag schon ein Weilchen im Fundus und war immer zu schade, angeschnitten zu werden. Dann kam Lupita daher und der Stoff hatte seine Bestimmung gefunden. Das Tolle an dem Schnitt ist, dass man mit relativ wenig Stoff (mir reicht meist 1m) zu einem KLEID kommt. Das Kleid wiederum ist schön figurschmeichelnd – was will man mehr?? 🙂

Das Jäckchen ist wieder das Wickeljäckle „Korfu“ von der Schnittquelle (wie hier schonmal in blau gezeigt). Verbraucht in meiner Größe auch nur 1m Stoff, ist schnell genäht, passt fast immer. Ein gutes Basisteil, wie ich finde.

Die Fotosession im Garten war so schnell vorbei wie sie begonnen hat, da das Fotomodell Konkurrenz bekommen hat:

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Kater Murri, seit knapp vier Wochen unser neues Familienmitglied, bog um die Ecke und ich muss neidlos anerkennen, dass er deutlich fotogener ist als ich – es sei ihm gegönnt 🙂

Mein Kleid schicke ich (kurz vor Schluss) noch beim MeMadeMittwoch vorbei.

Ich wünsche euch ein schönes langes Wochenende mit viel, viel Sonnenschein!

Vera

Es könnte der Eindruck entstehen, dass dieser Post Werbung enthält. Ich habe die genannten Schnitte selbst gekauft und selbst für gut befunden und bekomme auch nichts dafür, dass ich sie hier erwähne bzw. verlinke.

 

pilzig

In den letzten Tagen durfte ich ein Willkommensset für eine junge Dame nähen. Die Wahl fiel auf die schönen Fliegenpilze von Tante Ema (keine Ahnung mehr, wo ich die herhabe…), kombiniert mit rot-weißen Ringeln.

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Genäht habe ich das Bodykleid Luisa von Schnabelina mit dazu passender Hose (im Schnitt enthalten) und eine leicht abgewandelte Zwergenmütze, ebenfalls von Schnabelina, alles in Größe 68 bzw. Kopfumfang 42 cm.

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Beim Kleidchen habe ich mich für die Version mit Verschluss an der Schulter entschieden. Bisher habe ich für Babys fast immer amerikanische Ausschnitte bzw. den „Trotzkopf-Ausschnitt“ genäht. Es ist unglaublich, was man alles falsch machen kann, wenn man meint, man müsste die Anleitung nicht genau lesen! Beim Halsausschnitt musste ich ziemlich improvisieren, der Verschleiß an Jerseydrückern war enorm. Grrr… Jetzt weiß ich wenigstens, wie man falschrum eingesetzte Drücker wieder rauskriegt ohne den Stoff zu zerstören. 🙂 Tja, alles eine Frage der Konzentration…

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Das Ergebnis kann sich aber doch sehen lassen, wie ich finde. Leider habe ich keine passende Füllung – weder zu Hause noch in der Nachbarschaft, so dass ich hier „leere“ Fotos zeigen muss (ein Wunder, dass die einigermaßen gelungen sind – hier ist es ziemlich grau heute).

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Ich hoffe, das Set gefällt den Auftraggebern, der beschenkten Mama und natürlich auch der „Füllung“ 🙂

Einen schönen Spätwinter euch allen 😉 (hier solls die nächsten Tage schneien),

Vera

Der Beitrag wandert noch zum Creadienstag, zu HoT, zu Made4Girls und zu Sew Mini.

Has und Huhn

Selbst hier im Schwarzwald setzt sich so nach und nach der Frühling durch. Es grünt und blüht und zwitschert. Und mit dem Frühling kommt auch so manch buntes Tierchen ans Licht. Bei uns sind es eine ganze Menge Hühner, die nach dem Freebook von Steffi entstanden sind. Ich sage euch, die Viecher machen SÜCHTIG!

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Steffi hat mir freundlicherweise auch erlaubt, einen Teil der Hühner zu Gunsten des Muko-e.V. zu verkaufen (vielen lieben Dank dafür :-)) und so werden am kommenden Wochenende beim Mini-Frühlingsmarkt in unserem Garten hoffentlich einige davon den Besitzer wechseln. Schaut auch unbedingt mal bei Steffi auf dem Blog vorbei (Link siehe oben), dort gibt es noch viele weitere tolle Dinge zu bestaunen.

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Außer den Hühnern hat es sich noch eine Hasen-Großfamilie im Garten gemütlich gemacht.

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Hierfür habe ich eine einfache Hasensilhouette in verschiedenen Größen ausgedruckt, zusammengenäht und meine Mädels haben sie mit Füllkissen-Innenleben gemästet. Auch von den Hasen werden uns (hoffentlich) einige wieder verlassen. Der Rest darf dann auf dem Wohnzimmerschrank Platz nehmen.

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Vorher dürfen sie aber alle gemeinsam eine Runde hier und hier drehen.

Eine schöne Frühlingswoche euch allen!

Vera

 

Wenn Kinder nähen…

…wird es bunt!

In der Klasse meiner Tochter wurde gehäkelt. Gleichzeitig war beim Nachwuchs (und ein paar Freundinnen) der Wunsch da, mal wieder was zu nähen. Das habe ich zum Anlass genommen, einen Häkelbeutel auszutüfteln, der ausschließlich mit geraden Nähten auskommt, also auch anfängertauglich ist.

Das Nähangebot haben 12 Kinder (darunter 3 Jungs – yeah!!) mit unterschliedlicher Näherfahrung angenommen und so entstanden in 4 verschiedenen Gruppen wunderschöne farbenfrohe Beutel.

Innen haben sie Platz für das aktuelle Häkelzeugs (ein kleines Strickprojekt o.ä. passt natürlich auch rein), außen in den Steckfächern können Häkelnadeln, Schere, Bleistift, Anleitung, ein Maßband, ein Schokoriegel 😉 usw. verstaut werden.

Genug der Worte, ich lasse Bilder sprechen:

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Die Kinder (alle 8 bis 9 Jahre alt) waren zurecht stolz wie Bolle – einfach toll!

Die kreativen Kinder schicke ich jetzt auch zum Creadienstag – und wenn irgendwer eine Linkparty kennt, wo man Kinderwerke zeigen kann, schicke ich es gerne auch noch dorthin.

Bis bald!

Doppelt gemoppelt

Hallo zurück!

Die Blogpause war nicht geplant. Mir ist auch nicht der Stoff ausgegangen, dafür aber die Nähmaschine. Das hat Nerven und Zeit gekostet. Für entspannte Bloggerei über schöne Dinge war da kein Platz mehr. Das Problem wird sich in den nächsten paar Wochen lösen und dann gibts hier hoffentlich wieder mehr zu lesen.

Im Gepäck habe ich heute zwei kleine Pullöverchen, die ich für die Zwillinge meiner Freundin zum 1. Geburtstag genäht habe.

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Schnabelinas Trotzkopf (hier in Größe 80) mausert sich immer mehr zu meinem Kleinkinder-Lieblingsschnitt.

Die beiden Graziela-Stöffchen sind mir direkt ins Auge bzw. ins Herz gesprungen. Zwischendurch habe ich mich dann aber doch kurz verunsichern lassen, wie Jungs-tauglich die tatsächlich sind. Meine jüngere Tochter (7 und ein „Voll-Mädchen“) war entsetzt: „Mama, da sind doch Herzen drauf, das geht doch nicht für Jungs!“ Ich dachte mir dann aber, mit einem Jahr ist man wahrscheinlich noch nicht sooo kritisch, wenn Herzen auf den Kleidern sind und habe es gewagt (todesmutig, hihi).

„In Aktion“ habe ich die Pullis bisher noch nicht gesehen, aber sie werden viel getragen. Dann können die Herzen ja nicht so schlimm sein 😉 (vielleicht war das Töchterchen ja auch einfach nur selbst scharf auf den Stoff??)

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Die Fotos hat die Zwillingsmama nachgereicht, da ich im Eifer des Gefechts mal wieder vergessen hatte, welche zu machen – vielen Dank dafür 🙂

Verlinkt bei: Creadienstag, Made4Boys und sew mini

…und, liebe Ellen, ich folge gerne deiner Einladung zu deinen Herzensangelegenheiten! Vielen Dank, freut mich sehr. 🙂

Eine Arzttasche…

…der anderen Art gibt es heute bei mir zu sehen.

Genau genommen sind es sogar zwei. Ich habe von einer Ärztin den Auftrag bekommen, ihr eine Tasche für den Klinikalltag zu nähen. Sie sollte klein und flach sein, Platz bieten für Handy, Brille, Geld, Schlüssel, Stifte und – ganz wichtig! – ihren Funker.

Ein paar Gespräche , Mails und Tüfteleien später standen Stoffe, Form und Aufbau fest. Als Grundlage diente das Taschen-Freebook von nEmadA, stark verkleinert und auch stark verändert. Eigentlich habe ich nur die Grundform übernommen, der Rest ist Eigenbau. Auf der Vorderseite hat die Tasche eine flache, offene Außentasche. Darunter habe ich mit zwei senkrechten Nähten ein schmales Gurtband auf den Taschenkörper genäht. Hier kann der Funker, der einen Gürtelclip hat, festgemacht werden. Wenn es piepst, kann man schön von oben draufschauen, wer einen da anpiepst.

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Die Rückseite der Tasche hat ein Reißverschlussfach über die gesamte Breite bekommen, im Innenraum befindet sich auch noch ein kleines RV-Fach, darunter ein Schlüsselband (zum An- und Abknöpfen). Auf der anderen Seite der Innentasche sind die Fächer für Brille, Handy und Stifte. Verschlossen wird das Ganze einfach mit einem Magnetknopf.

Und damit die Ärztin es nicht ganz so leicht hat ;-), habe ich zwei Taschen zur Auswahl genäht. Ich habe dabei die gewählten Stoffe unterschiedlich in Szene gesetzt. Einmal eher schlicht, aber mit lebhaften Taschenträgern einmal eher bunt, dafür mit dunkelblauem Gurtband. Da die Gurtbänder mit Karabinern befestigt sind, hätte sie sie auch tauschen können. Die Wahl fiel auf die kleinere Tasche (außen bunt, blaue Träger). Die andere Tasche erkläre ich hiermit zu „Freiwild“. Abzugeben in gute Hände.

Aber vorher drehen die beiden noch eine Runde beim Creadienstag, bei HoT und bei TT-Taschen und Täschchen.

Und ich mummle mich jetzt mit einer Tasse Tee aufs Sofa, lasse den Regen und den Frühherbst draußen (und mir die Laune nicht verderben) und drehe auch eine Runde (siehe oben).

Bis bald!